Dienstag, 8. Dezember 2009

Eclipse 3.5 Galileo, Software-Updates und Proxy-Verbindungen

Je nach Netzwerkumgebung gibt es mit Eclipse immer wieder Probleme beim Installieren von Plugins (über das Menü Help > Install New Software...) bzw. beim automatischen Aktualisieren bereits installierter Erweiterungen (über Help > Check for Updates). Grund sind meistens Proxies, die von Eclipse nicht unterstützte Protokolle verwenden, sowie Firewalls, die eigene Zertifikate für https-Verbindungen ausgeben.

Sofern man das Zertifikat der Firewall besitzt (eine Datei üblicherweise mit der Endung *.cer), kann man dieses in den Keystore der Java-Installation importieren. Welche Java-Installation von Eclipse verwendet wird, kann man unter About Eclipse > Installation Details > Configuration herausfinden. Unter Windows lautet der Aufruf des keytool-Kommandozeilenbefehls beispielsweise
C:\Programme\Java\jre6\bin\keytool -import -v
-file PfadZumZertifikat
-keystore C:\Programme\Java\jre6\lib\security\cacerts
Geben Sie das Keystore-Passwort ein: changeit
"changeit" ist das Standard-Passwort des KeyStores, sofern Sie es nicht geändert haben.


Ein anderes Problem stellen NTLMv2-Proxy-Server dar, die seit Eclipse 3.5 nicht mehr direkt unterstützt werden. Neben der korrekten Einrichtung der Proxy-Adresse und der Authentifizierungsdaten unter Preferences > General > Network Connections muss in der Datei eclipse.ini (im Eclipse-Programmverzeichnis) am Ende folgende Zeile hinzugefügt werden:
-Dorg.eclipse.ecf.provider.filetransfer.excludeContributors=org.eclipse.ecf.provider.filetransfer.httpclient
In Eclipse 3.5 war es in der o.g. Preferences-Seite zudem notwendig, den "Active Provider" auf "Native" zu stellen. In Eclipse 3.5.1 funktioniert auch die Einstellung "Manual".

Kommentare:

  1. Eine Möglichkeit mit einem NTLM Proxy umzugehen, ist die Nutzung eines Proxys, der die properitären Sachen von NTLM einfach transparent macht. Ich habe gute Erfahrung mit dem Cntlm proxy (http://cntlm.sourceforge.net).

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  2. Vielen Dank für den Tipp! Die Einsatzmöglichkeit hängt natürlich davon ab, ob man auf den Rechnern zusätzliche Software installieren will bzw. darf.

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