Montag, 16. November 2009

Scala-Code als und in einer Java-Anwendung ausführen

Compilierter Scala-Bytecode lässt sich problemlos in bestehende Java-Anwendungen integrieren. Möglich ist dies, weil der Scala-Compiler ganz normalen Java-Bytecode erzeugt. Als Laufzeitumgebung sollte dabei Java 5.0 oder neuer zum Einsatz kommen.

Dazu wird eine Scala-Installation benötigt. Am besten nimmt man den IzPack-Installer. Das Installationsverzeichnis heißt im folgenden Beispiel "scala-2.7.7".
object HalloScalaWelt extends Application {
println("Hallo Scala!")
}
Dieses ausführbare Singleton-Objekt speichert man als Datei "HalloScalaWelt.scala", die nun übersetzt und ausgeführt wird:
HeartOfGold:~ much$ scalac HalloScalaWelt.scala
HeartOfGold:~ much$ ls Hallo*.class
HalloScalaWelt$.class HalloScalaWelt.class
HeartOfGold:~ much$ scala HalloScalaWelt
Hallo Scala!
Bereits jedem Java-Einsteiger sollten diese Kommandos irgendwie bekannt vorkommen. Entsprechend führen wir die erzeugten class-Dateien ganz einfach als Java-Anwendung aus:
HeartOfGold:~ much$
java -cp scala-2.7.7/lib/scala-library.jar:. HalloScalaWelt
Hallo Scala!
Unter Windows gibt man beim Klassenpfad (Option -cp oder -classpath) vor dem Punkt am Ende (= aktuelles Verzeichnis) ein Semikolon anstelle des Doppelpunkts an.

Ebenso einfach kann man Scala-Code in bestehende Java-Anwendungen integrieren. Man übernimmt einfach die compilierten class-Dateien und setzt scala-library.jar auf den Klassenpfad – fertig!

Die Benutzung von Klassen zwischen Java und Scala besteht meistens ganz einfach darin, wie gewohnt den (vollqualifizierten oder importierten) Klassennamen zu verwenden.

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