Mittwoch, 4. März 2009

Das Swing Application Framework lebt!

Desktop-Anwendungen mit Java zu entwickeln, war schon immer so eine Sache... Zwar gibt es die Swing-Bibliothek seit Ewigkeiten und deren GUI-Komponenten sind auch recht brauchbar. Was aber fehlte, war ein Framework, mit dem man den ganzen Lebenszyklus einer Desktop-Applikation einfacher handhaben konnte.

Auch wenn im Laufe der Zeit mit der NetBeans Platform und Eclipse RCP Alternativen entstanden sind, wollte Sun mit dem Swing Application Framework (JSR 296) eine reine Swing-Lösung anbieten. Der Ansatz war gut, doch leider wurde es um diesen JSR in den vergangenen Monaten sehr still - so still, dass der JSR vor kurzem in den Status "inaktiv" versetzt wurde.

Nun hat sich einer der Sun-Entwickler zu Wort gemeldet und verkündet, dass nun wieder aktiv an Swing und dem Swing Application Framework (SAF) gearbeitet wird. In der letzten Zeit gab es offenbar einfach wichtigere Dinge (vermutlich JavaFX?) zu erledigen.

Bei den neuerlichen Aktivitäten ist interessant, dass nicht mehr nur MDI-Anwendungen unterstützt werden sollen, sondern explizit auch die vor allem unter Mac OS X verbreiteten SDI-Applikationen (und auch die beim Mac üblichen Menüzeilen ganz ohne offenes Dokument-Fenster). Das lässt hoffen, denn bisher war für solche GUI-Anpassungen ein nicht unerheblicher Mehraufwand nötig.

Man darf gespannt sein, ob das Swing Application Framework Bestandteil von Java 7 sein wird, dessen Veröffentlichung mittlerweile für 2010 vorgesehen ist.

Kommentare:

  1. Das SAF, JSR296 dürfte nun wieder zum Stillstand gekommen sein.

    Eine wirklich umfassende Lösung gibt es auch mit JVx - Enterprise Application Framework (http://www.sibvisions.com)

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  2. Ja, leider sieht es so aus, als ob das Swing Application Framework nun doch kein Bestandteil von Java 7 sein wird. Für Oracle/Sun ist offenbar doch JavaFX wichtiger.

    @office: Ein öffentliches Profil wäre nett, damit es nicht einfach nur nach einem Werbe-Posting aussieht...

    Wer keine ganz so umfassende Lösung braucht, sondern einfach nur Swing-GUIs einfacher programmieren will, kann sich ja mal den Swing JavaBuilder (http://code.google.com/p/javabuilders/) anschauen.

    Und wer mittlerweile ganz auf Swing verzichten mag und stattdessen On- und Offline-RIAs im Swing-Stil programmieren möchte, sollte einen Blick auf Pivot werfen (http://pivot.apache.org/).

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  3. Das Thema mit dem Profil sollte nun erledigt sein. Auch wenn der Werbe Charakter nicht ganz verschwinden dürfte. Meine Absicht ist eher Personen die den JSR296 verfolgten aufmerksam zu machen, daß es in dieser Richtung weiter geht!

    JavaFX ist im Moment ein heißes Pflaster, was daraus wird ist abzuwarten. Ich persönlich sehe im Moment die Konkurrenz sehr weit vorne und für JavaFX wenig Chancen.
    Da gäbe es genügend Baustellen an denen gearbeitet werden müsste, aber mal abwarten.

    Das Pivot Projekt beobachte ich schon sehr lange und sehe sehr viel Potential darin. Wir überlegen bereits eine UI Implementierung für JVx auf Basis von Pivot zu erstellen.

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